CSD – Christopher Street Day

CSD, Regenbogen-Fahne (r+t e.V./nico)

Die Geschichte

28. Juni 1969. In den frühen Morgenstunden ist die Bar Stonewall Inn in der News Yorker Christopher Street, Greenwich Village gut besucht. Es wird getanzt und gesungen. Plötzlich Aufregung: Acht Polizisten, nur einer in Uniform, betreten das Lokal für eine Razzia.

Stonewall Inn 1969 (Wikipedia)
Stonewall Inn 1969 (Wikipedia)
Bereits die vorhergehenden Polizeiaktionen verliefen gewalttätig und diskriminierend: Insbesondere „nicht-weiße“ Homosexuelle und Drag-Personen werden verhaftet und angeklagt wegen „anstößigen Verhaltens“. Die festgestellten Personalien fanden den Weg in die Presse – und outeten die Betroffenen unfreiwillig.

So will die Polizei auch jetzt wieder vorgehen. Doch an diesem Abend nehmen die Besucher die Willkür nicht hin. Sie widersetzen sich den Festnahmen und können die Polizei vertreiben. Es gibt zahlreiche Verletzte auf beiden Seiten und einigen Sachschaden.

In den nächsten Tagen solidarisiert sich das New Yorker Schwulenviertel und stellt sich fünf weitere Tage/Abende gegen die nun verstärkten Polizeitruppen. Zuletzt kommen 1.000 Menschen bei der Bar zusammen.

Bereits Ende Juli 1968 formiert sich die Gay Liberation Front (GLF) in New York und veranstaltet im Jahr darauf im Gedenken an den Stonewall-Aufstand den ersten Marsch vom Greenwich Village zum Central Park mit 5.000 bis 10.000 Menschen.

Gay Pride“ steht für ein neues Selbstbewusstsein: „Schwule, Lesben, und Transgender sind stolz auf sich selbst, ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität und ihren Lebensstil und machen diesen Stolz (Gay Pride) auch selbstbewusst öffentlich.“ (Wikipedia)

Bedeutung
gay = ursprünglich: lebenslustig
pride = Stolz, Selbstgefühl

 

Die Tradition

Der nordamerikanische Christopher Street Liberation Day erinnert an die Ereignisse des 28. Juni 1968. In New York gibt es seitdem regelmäßig einen Straßenumzug.

CSD, Regenbogen-FahneDie erste größere Lesben- und Schwulendemonstration auf deutschem Boden gab es am 29. April 1972 in Münster. Die ersten auch so benannten CSDs fanden 1979 in Bremen und Berlin statt.

Im Laufe der Jahre ist daraus eine internationale Tradition entstanden: In den Sommermonaten gibt es auf dem ganzen Globus in großen und kleinen Städten Demonstrationen für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und Asexuellen.

In Deutschland liegen sie verteilt an den Wochenenden von Juni bis August. Die Demonstrationen werden geplant, angemeldet und organisiert von unterschiedlich strukturierten Organisationen oder Einzelpersonen. Umzug, Kundgebung, Bühnenprogramm und Straßenfest bieten ein Forum für politische Statements und Forderungen und geben die Möglichkeit, zu informieren und aufzuklären. Die größten deutschen CSDs finden in Köln und Berlin statt.

 

Termine

Logo CSD Deutschland e.V. Der CSD Deutschland e.V. ist der Dachverband der deutschen CSD-organisierenden Vereine, Initiativen und Projekte. Er versteht sich als Sprachrohr der politischen und gesellschaftlichen Forderungen der CSDs in Deutschland. CSD planende Städte finden hier Ansprechpartner und Unterstützung bei Organisation und Durchführung.

Übersicht aller CSDs in Deutschland

 

Logo CSD Nord e.V. Die CSDs in Deutschlands Norden koordinieren sich zusätzlich im CSD Nord e.V.
Übersicht der CSDs im Norden

Der CSD Rostock e.V. ist bei uns vor Ort aktiv.
Termine und Programm in Rostock

 


Noch Fragen?

Der offizielle Erklärfilm vom CSD Deutschland e.V.:

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